Lennestadt lokal

Zur geplanten Schließung der Geburtshilfe im Helios-Klinikum Attendorn

Vor wenigen Tagen wurde öffentlich, dass die Helios-Klinik in Attendorn beabsichtigt, die Geburtshilfe zu schließen. Begründet wird das mit fehlendem Fachpersonal.

Ist das der wirkliche Grund, warum man den Frauen und ihren Familien künftig weitere Wege zumuten will? Oder liegt der Grund ganz woanders? Eine Geburtsklinik zu betreiben, bedeutet einen großen Aufwand. Ständig muss Fachpersonal vorgehalten werden, 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche: Kinderkrankenschwester, Facharzt, Hebamme, OP-Team, Labor. Und dass für nur ca. 500 Geburten im Helios-Klinikum Attendorn im Jahr (weniger als 2 pro Tag). Die dafür von den Krankenkassen gezahlte Vergütung ist alles andere als üppig: ca. 1.500 € für eine Spontangeburt (die auch mal 24 Stunden dauern kann) und ca. 3.000 € für einen Kaiserschnitt.

Dagegen ist man mit z.B. einem künstlichen Kniegelenk als Klinik viel besser dran. Die OP kann man planen, den OP-Saal optimal am Tage ausnutzen und die Vergütung dafür beträgt zwischen 8.000 und 16.000 € pro PatientIn.

Da drängt sich doch die Frage auf, ob Helios, als einer der größten Krankenhauskonzerne weltweit, da nicht in erster Linie seine Profitinteressen im Blick hat und nicht etwa die Versorgung der Patienten. Das wenig lukrative Geschäft mit den Geburten können ja dann die öffentlichen oder freigemeinnützigen Kliniken erledigen. Damit möchten sich die Aktionäre von Helios nicht belasten.

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass die Krankenhäuser, als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge nicht in die Hand von privaten Klinikbetreibern gehören.

Wir fordern:

  • Kein Profit mit unserer Gesundheit
  • Krankenhäuser in öffentliches Eigentum
  • Weg mit den Fallpauschalen
  • Ausreichend Personal in den Krankenhäusern
  • Gute Arbeitsbedingungen für das Krankenhauspersonal

————————————————————————————————————————————————————————————————————–

 

 

Jetzt haben wir unsere Stimme abgegeben!                                                                                                                         und müssen nun vier Jahre schweigen (?)

Keine der im Bundestag vertretenen Parteien ist so richtig zufrieden: Die Mehrheitsverhältnisse im Parlament haben sich jedenfalls nicht so geändert, dass der ganz große Wurf einer grundsätzlich anderen Politik in Aussicht stünde.Vermutlich wird jetzt erst einmal ein ermüdendes Geschacher um Koalitionen beginnen. Manch eineR wird sich am Ende fragen, wieso die Wahlversprechen jetzt schon gebrochen werden.

Für uns KommunistInnen hat die Wahl folgende Erkenntnisse gebracht:

– Wir bleiben quasi unter der Nachweisgrenze; es gibt weiterhin keinen wahlpolitischen Platz für die kommunistische Partei.  Das war uns natürlich vorher schon klar und ist für uns deshalb auch keine Enttäuschung.

– Trotz dem hat die Wahrnehmbarkeit der DKP durch unseren Wahlantritt stark zugenommen.Deutlich mehr Menschen im Wahlkreis 149     wissen jetzt, dass in Lennestadt und Lüdenscheid DKP-Gruppen arbeiten. Insbesondere die Aufstellung eines Direktkandidaten (nicht zuletzt die Person Engelbert Prevorcic) und die Plakatkampagne dazu haben uns sichtbar gemacht.

Wäre unsere Partei größer, hätten wir mehr Mitglieder, könnte die Sichtbarkeit (die Werbewirtschaft nennt es “Reichweite”), das Eingreifen auch in lokale “Baustellen” deutlich besser sein.
(HELIOS-Klinik Attendorn schießt Geburtshilfe!: KEIN PROFIT MIT DER GESUNDHEIT)

Wenn Sie Ihre Stimme wiederhaben wollen, wenn Sie die Zustände nicht aushalten:
Die DKP ist eine Mitmach-Partei und mit Gleichgesinnten solidarisch für eine bessere Welt zu streiten:
So holt man sich seine Stimme zurück!

 

 

 

 



Wie finden Sie diese Argumentation:

52% aller Wähler haben ihre Erststimme bei der letzten Wahl im Wahlkreis 149 nicht dem Abgeordneten gegeben: Also verschenkt!
(Der Kandidat mit den meisten Stimmen holt das Mandat, das wird wohl wieder der von der CDU sein.)

Wenn Sie den CDU-Mann partout nicht wählen, sollten Sie klug vorgehen, denn:

Erststimme

Verschenken kann ganz leicht sein!

Hier können Sie wirklich Inhalte wählen, die Ihnen gefallen; ohne Taktik und Wahlarithmetik:

– Wer will HARTZ 4 abschaffen?

– Wer fordert 14 € Mindestlohn?

– Wer fordert die 30-Std-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich?

– Wer will die Rente ab 60 ohne Abzüge?

– Wer fordert Stop der Klimagase bis 2030?

– Wer will, daß dieser ökologische Umbau von den Reichen bezahlt wird?

– Wer sagt, daß die CO2- Steuer insbesondere die kleineren Einkommen   belastet?

– Wer ist für bezahlbaren Wohnraum / Mietendeckel sofort?

– Wer will Gesundheit/Pflege, Bus&Bahn, Energie und Wasser aus dem   Profitsystem nehmen?

– Wer will das Sterben der Flüchtlinge im Mittelmeer beenden?

– Wer will die Rüstung drastisch senken, Militäreinsätze beenden, raus aus der NATO?

– Wer ist für Frieden mit Rußland und China?

– Wer möchte den Kapitalismus überwinden/aufheben/abschaffen?

Sie haben mit diesen Forderungen viele Übereinstimmungen?

Dann bleiben Ihnen nur die beiden Links-Kandidaten zur Auswahl, Otto Ersching von der Partei Die LINKE (mit größeren Abstrichen bei der Überwindung des Kapitalismus) und Engelbert Prevorcic von der DKP.

 

Wobei ein gutes Ergebnis für einen Kommunisten deutlich mehr Aufregung erzeugt.

Kontakt: 01753537173


_________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________


Warum kandidiert die DKP zum Bundestag? Hat sie doch 30 Jahre lang nicht getan!

Als in den 90ern der sozialistische Versuch in einigen europäischen Ländern abgebrochen wurde, fragten sich auch gebildeten Marxisten: Wie soll in solch einem Klima der Irrationalität je wieder die Vernunft zum Zuge kommen? (Ja, darauf bestehen Marxisten schon: dass ihre Weltanschauung zutiefst rational ist!)

So begann bei den verbliebenen Parteimitgliedern ein durchaus quälender Prozess der Analyse und Selbst-Reflexion. Er ergab die Erkenntnis, dass hauptsächlich die eigenen Fehler der Kommunisten den Verlust des Vertrauens der Menschen in den sozialistischen Staaten Europas verursachten. Natürlich waren die Maßnahmen des Imperiums wie Embargos, Hochrüstung, Cocom-Liste sehr einschneidend vor allem im wirtschaftlichen Bereich, aber entscheidend waren doch die Defizite an echter “Volksherrschaft”, an Einbeziehung der arbeitenden Menschen in alle Prozesse des Lebens.

Zusammen mit dem niedrigeren materiellen Lebensniveau und den gegnerischen Versprechungen vom besseren Leben im Kapitalismus gingen die Menschen schleichend immer mehr auf die falsche Seite über – man hat eben nur ein Leben.

Viele unserer früheren Mitglieder hielten damals kommunistische Parteiarbeit für sinnlos. Sie zogen sich zum großen Teil ins Private zurück, einige schlossen sich der PDS an. Diese aus der SED hervorgegangene Partei hatte noch sehr viele Marxisten in ihren Reihen. Dass die PDS aber keine marxistische Bildungsarbeit durchführte (abgesehen vom Zirkelwesen einiger sozialistischer Strömungen) war für uns ein Grund, die eigenen Parteistrukturen nicht aufzugeben.

Die PDS und noch mehr (nach der Fusion mit der WASG) die Partei DIE LINKE, wollten keine marxistische Partei mehr sein. Heute steht DIE LINKE etwa auf den Positionen der SPD von Willy Brandt. Das ist in neoliberalen Zeiten durchaus nicht wenig!

Aber – zur Rettung der Menschheit ist es nicht genug. Dafür kann man auf das universale Analyseinstrument des Marxismus nicht verzichten. Rosa Luxemburg sah ohne die Überwindung des Kapitalismus keine Zukunft für die Menschen: “Sozialismus oder Barbarei!” An Letzterer sind wir nah dran.

Die Kandidatur dient also vorrangig der Bekanntmachung des Marxismus und der Partei dieser Weltanschauung, der kommunistischen.   (Heißt nicht, dass unsere Tagesforderungen nicht plausibel wären: Kernaussagen der DKP zur Bundestagswahl 2021)

Und weil ein Direktkandidat deutlich mehr Aufmerksamkeit hat als (nur) eine Landesliste für die Zweitstimme (ganz schön tricky unser Wahlsystem!) haben wir 230 Unterstützungsunterschriften für unseren Erststimmen-Kandidaten Engelbert Prevorcic, Schreiner, IG Metall, gesammelt.

_________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________